Viel wird geredet über die Zeit in der wir leben. Eine aufregende, schnelllebige Zeit mit vielen Herausforderungen, ständigen Veränderungen und einer furchteinflößenden Dichte an Ereignissen, die uns zu einem großen Teil hilflos und resignierend zurücklassen. Was können wir tun?
But if the watchman see the sword come,
and blow not the trumpet, and the people be not warned;
if the sword come, and take any person from among them, he is taken away in his iniquity;
but his blood will I require at the watchman's hand.
(Ezekiel 33, 6)

Montag, 23. August 2010

1. Vorwort

Das Wichtigste von allen Dingen ist die persönliche Beziehung zu unserem dreieinigen Gott. Uns sollte nicht die Sensationslust, die Neugierde oder Angst dazu treiben Interesse an den "letzten Dingen" zu haben, sondern das Interesse daran, wie Er ist, was Er tut, warum Er es tut und wo wir uns darin wiederfinden.

Wenn ich mich für eine große Persönlichkeit interessiere, versuche ich alles über sie oder ihn zu lesen. Ich möchte mir ein Bild machen, sie oder ihn, wenn möglich über Autobiographien, Zeitungsartikel und dergleichen kennenlernen,

Sollte man dann nicht auch alles daransetzen seinen Schöpfer zu ergründen?

Aus Kennenlernen erwächst im günstigsten Falle Liebe. Wobei Gott seinen Part schon erledigt hat. Hier mehr dazu:

***



WARUM JESUS UND WAS IST ERRETTUNG......?




Errettung


I. Gott persönlich kennenlernen

1. Woher weiß ich, dass es einen Gott gibt ?

Kann man beweisen, daß es Gott gibt ?

Nein, aber es gibt zwingende Hinweise auf die Existenz Gottes

• Es ist ein Grundbedürfnis im Menschen nach Gott vorhanden

• Der Mensch hat ein "eingebautes" moralisches Bewußtsein und ein Empfinden für das Schöne

• Es muß für alles, was ich beobachte, eine Ursache oder einen Antrieb geben.

• Die Bibel unternimmt nicht den Versuch, Gott zu beweisen, sondern geht von seiner Existenz aus.

• ==> Römer 1, 18-21 und Hebräer 11,6


2. Wie denken Menschen über Gott ?

• Es gibt viele Götter (Politheismus)

• Es gibt Gott, aber seine Existenz ist undefiniert. (Deismus)

• Gott ist alles, alles ist Gott. Gott wird nicht als Person gesehen (Pantheismus)

• Es gibt einen Gott, aber nicht unbedingt den der Bibel, z.B. Islam. (Monotheismus)

• Es gibt keinen Gott. (Atheismus)


3. Was hindert mich auf dem Weg zu Gott ?

Es gibt heute viele gesellschaftliche Faktoren, die mein Denken über Gott prägen wollen. Viele dieser Gedanken stammen aus der Wende des 19./20. Jahrhunderts.

• Materialismus: Es geht nur um das Materielle, um das Greifbare. Ludwig Büchner behauptet, dass alle Erscheinungen auf "Kraft und Stoff" beruhen.

• Marxismus: Der atheistische Marxismus wird als Ersatzreligion der Arbeiter bewegung propagiert.

• Darwinismus: Als konsequente Folge der Aufklärung entwickelt Darwin die Lehre der Abstammung der Arten. Der Kampf ums Dasein führt zur Selektion (Auslese) der starken Lebewesen. Loslösung von Gott als Schöpfer.

• Nihilismus: Nietzsche - Der "Un-Sinn des Lebens"

• Konsequente Weiterführung dieser Gedanken sind in der Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Mythologisierung der Bibel (D.F. Strauß) zu finden.

• weiter: Materialismus, Humanismus, Existentialismus, Modernismus, Spiritis mus, Rationalismus

4. Gott stellt sich uns vor

A. Gott stellt sich im AT vor als

a. El (Gott)-

der Allmächtige

der Allsehende

der Lebendige

der Höchste

b. Jahwe - der, welcher ist und sein wird, der da war, der alte und immer noch derselbe Gott

(nicht: Jehova, falsche Leseart)

c. Vater

B. Gott stellt sich als der DREI - EINIGE Gott vor

(Beispiel: Wasser, Eis, Dampf - alles Wasser, jedoch in verschiedenen Formen)

Gott - der Vater /

Gott - der Sohn /

Gott - der Heilige Geist

==> 1. Mose 26,27; Jes. 6,8; Matth. 28,19; 1. Joh. 1,3

C. Gottes Wesen

a. Gott ist Geist Joh. 4,24

b. Gott ist Liebe 1. Joh. 4,16

c. Gott ist Licht 1. Joh. 1,5


5. Wie Gott ist und wie wir ihn kennenlernen können....

- Gott ist ewig, ohne Anfang und Ende

- Gott ist allmächtig

- Gott ist allgegenwärtig

- Gott ist allwissend

- Gott ist absolut weise

- Gott hängt von nichts und niemandem ab

- Gott ist gnädig und barmherzig

- Gott ist gütig und freundlich

- Gott ist geduldig und langmütig

- Gott ist wahrhaftig und treu

- Gott ist absolut gerecht

- Gott ist rein und heilig

Gott möchte mit uns Menschen persönliche Gemeinschaft haben. Wir dürfen ihn, wenn wir es wollen, persönlich kennenlernen.

Allerdings gibt es dabei ein Problem....

II. Das Problem Sünde

1. Gottes Absicht mit dem Menschen

a. Gott schuf den Menschen als seinen Partner

b. Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde -

Wir tragen Gottes Wesenszüge

c. Unterschied zu den Tieren :

1. Der Mensch ist liebesfähig

2. das setzt voraus, daß der Mensch frei entscheidungsfähig ist

d. Gottes Absicht war Gemeinschaft und Verbindung mit dem Menschen.

Gott kann nur Gemeinschaft mit Menschen haben, die rein sind

e. Der Mensch sollte Gottes wunderbare Schöpfung verwalten und pflegen.
Doch der Mensch entschied sich anders.

2. Sünde trennt uns von Gott

Der erste Sündenfall: 1. Mose 3,1-7;

Schematisch bezeichnend für die weitere Entwicklung des Menschen.

Was ist Sünde?

Gott gibt uns Regeln für unser Zusammenleben, nicht um uns zu maßregeln, sondern um uns zu schützen und zu helfen.

(Beispiel: Die Verkehrsregel

"Fahre nicht bei ROT über die Kreuzung"

schränkt zwar unsere Freiheit ein, ist aber positiv nämlich zum Schutz für uns, nicht um uns zu ärgern.)

Sünde ist

- bewusstes oder unbewusstes Verletzen der Regeln Gottes

- Verfehlung gegen Gott

- ablehnende Haltung gegen Gott

- Verfehlung gegen andere Menschen (z.B. Lüge, Betrug, etc.)

Grundproblem:

Der Mensch möchte mehr sein, als er ist und sein kann (Stolz)

außerdem:

Unglaube - Römer 14,23

Verachten anderer - Sprüche 14,21

Die Bibel bezeichnet Sünde so:

Fehltritt

Abirrung vom Wege

Rebellion

aus Schwachheit Fehler machen

Gemeinheit
Schuld, sich schuldig machen

Bosheit, Gemeinheit

Übertreibung

Gottlosigkeit

Treuebruch

Verdeckung, Betrügereien

Ergebnis:

Sünde trennt uns von Gott, schon kleine Sünden

Beispiel:

Strom ist in einem Kabel nicht erst beim Fehlen von einem Meter Kabel unterbrochen.

Ursachen und Ablauf:

Gottes Reden und seine Regeln

Idee und Versuchung:

etwas anderes könnte besser für mich sein.

Ich will mehr sein als ich bin und sein kann (Stolz)

Entscheidung:

ich will Ausführung der Sünde,

Trennung von Gott,

Verstecken vor Gott,

schlechtes Gewissen

3. Sind alle Menschen Sünder ?

Römer 3,23 - kein Unterschied, alle sind Sünder

1. Joh. 1,8 - wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, betrügen wir uns selber

Jes. 53,6 - alle gingen in die Irre

1. Kön, 8,46 - es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt

Ps. 53,5 - da ist keiner der Gutes tut, auch nicht Joh. 15,22 - für Sünde gibt es keine Ausrede (Vorwand)

4. Die katastrophalen Konsequenzen der Sünde

Sünde trennt uns von Gott (Römer 3,23)

Sünde trennt uns von unseren Mitmenschen

Sünde belastet unsere Beziehungen zu Mitmenschen

Sünde verbindet uns mit dem Satan !

Sünde kann uns unter Zwänge bringen

Sünde wirkt Spannungen und Differenzen

Sünde ruft psychische, psycho-somatische und andere Störungen in uns hervor

Sünde bewirkt Unfreiheiten in uns

Sünde bringt uns (bewußt oder unbewußt) unter Verdammnis

Sünde läßt uns nach unserem Tode in der ewigen Verdammnis (Hölle, Trennung von Gott) enden

III. Errettung - Gottes Ausweg für Dich

1. Das Dilemma

Wir sind von Gott durch die Sünde getrennt

Wir sind somit zwangsläufig Feinde Gottes (Rö. 5,10)

Es gibt keine Möglichkeit, mit menschlichen Mitteln zu Gott zu kommen

AT: Versuch zur Bedeckung der Sünden durch Opferungen

2. Der Ausweg - Jesus als Geschenk Gottes

Gott sendet Jesus als Geschenk, Brückenbauer, Opfer, Freund auf die Welt. (Joh. 3,16)

Er wird stellvertretend zum Opfer. Er nimmt die Stelle ein, die im AT von Tieren wahrgenommen wurde:

Wirkung:

nicht nur Bedeckung sondern Auslöschung der Sünde.

Gottes Gerechtigkeit wird in Jesu Kreuzestod tellvertretend für alle Menschen zu jedem Zeitpunkt

(Gott ist ewig und kennt kein Zeitverständnis) erfüllt.
Jesus ist der einzige Weg und Ausweg aus dem Dilemma (Joh.14,6)

3. Grund für das Geschenk Gottes:

Gnade

Epheser 2,8-9: Die Errettung ist Gottes unverdientes, freies Geschenk.

Es besteht von unserer Seite kein Anspruch darauf.

Beispiel für Gnade:

Jemand ist zum Tode verurteilt und wird als Geschenk freigelassen und kann sein Leben voll und frei führen.

4. Wie Errettung persönlich werden kann - Jesus als Herrn annehmen

Grundsätzlich ist Errettung für alle Menschen geschehen, wirksam wird sie je doch nur durch persönliche Annahme. einsehen:

Ich bin von Gott getrennt, ich bin ein Sünder, ich lebe ohne Gott - Sündenerkenntnis.

erkennen: Ich kann mir selber nicht helfen, es gibt keinen anderen Ausweg,ich brauche Hilfe von außen - Demut.

glauben: Es gibt einen Gott, er ist der Schöpfer, Jesus ist Herr.

annehmen: Ich nehme Jesus in mein Leben auf, entscheide mich für ihn, und unterstelle mich seiner Herrschaft - Bekehrung

bekennen: Ich bekenne mich schuldig und bereue meine Fehler und Sünden, Einsicht, Kehrtwendung der eigenen Haltung Buße zu Gott und Glauben (Apg. 20,20-21) - Buße.

Buße bedeutet nicht büßen und bezahlen im Sinne eines Bußgeldes (Jesus bezahlte - Jes. 53, 4-6),

sondern:

a. Erkenntnis der Sünde vor Gott

b. Reue und Bitte um Vergebung

c. Sinnesänderung

erfahren: Ich erfahre die Freude und Gewißheit der Errettung und beginne,in einem neuen Leben mit Jesus zu leben.

5. Sündenbekenntnis befreit:

Es ist sehr hilfreich, erkannte Sünden (Punkt 4.e.) nicht nur pauschal zu bekennen, sondern einzelne Bereiche konkret anzusprechen und Sünden unter konkreter Nennung zu bekennen.
6. Wiedergutmachung

Luk. 19,8-9 / Beispiel des Zachäus:

Wiedergutmachung ist die Wiedererstattung von materiellen Dingen, die wir jemandem unrechtmäßig entwendet (z.B. Diebstahl, "Mitgehenlassen" von Werkzeugen oder Waren, etc., bzw. unrechtmäßig erworben haben (z.B. Betrug, falsche Angaben bei Steuererklärungen, Bafög, Wohngeld, etc.)

Weist Gott uns darauf hin und wir reagieren aus Scham oder Menschenfurcht nicht, wird es zu einem Hindernis für unser weiteres geistliches Wachstum !

Wichtig: Wir erlangen nicht Vergebung, weil wir wiedergutgemacht haben, sondern wir können wiedergutmachen, weil uns alles vergeben ist und Gott uns dazu befähigt.


aus: Ausgewählte Predigten von
Pastor Jason Stover
Gepredigt am 16. November 1997 in der CG Itzehoe




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