Das Wichtigste von allen Dingen ist die persönliche Beziehung zu unserem dreieinigen Gott. Uns sollte nicht die Sensationslust, die Neugierde oder Angst dazu treiben Interesse an den "letzten Dingen" zu haben, sondern das Interesse daran, wie Er ist, was Er tut, warum Er es tut und wo wir uns darin wiederfinden.
Wenn ich mich für eine große Persönlichkeit interessiere, versuche ich alles über sie oder ihn zu lesen. Ich möchte mir ein Bild machen, sie oder ihn, wenn möglich über Autobiographien, Zeitungsartikel und dergleichen kennenlernen,
Sollte man dann nicht auch alles daransetzen seinen Schöpfer zu ergründen?
Aus Kennenlernen erwächst im günstigsten Falle Liebe. Wobei Gott seinen Part schon erledigt hat. Hier mehr dazu:
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WARUM JESUS UND WAS IST ERRETTUNG......?
Errettung
I. Gott persönlich kennenlernen
1. Woher weiß ich, dass es einen Gott gibt ?
Kann man beweisen, daß es Gott gibt ?
Nein, aber es gibt zwingende Hinweise auf die Existenz Gottes
• Es ist ein Grundbedürfnis im Menschen nach Gott vorhanden
• Der Mensch hat ein "eingebautes" moralisches Bewußtsein und ein Empfinden für das Schöne
• Es muß für alles, was ich beobachte, eine Ursache oder einen Antrieb geben.
• Die Bibel unternimmt nicht den Versuch, Gott zu beweisen, sondern geht von seiner Existenz aus.
• ==> Römer 1, 18-21 und Hebräer 11,6
2. Wie denken Menschen über Gott ?
• Es gibt viele Götter (Politheismus)
• Es gibt Gott, aber seine Existenz ist undefiniert. (Deismus)
• Gott ist alles, alles ist Gott. Gott wird nicht als Person gesehen (Pantheismus)
• Es gibt einen Gott, aber nicht unbedingt den der Bibel, z.B. Islam. (Monotheismus)
• Es gibt keinen Gott. (Atheismus)
3. Was hindert mich auf dem Weg zu Gott ?
Es gibt heute viele gesellschaftliche Faktoren, die mein Denken über Gott prägen wollen. Viele dieser Gedanken stammen aus der Wende des 19./20. Jahrhunderts.
• Materialismus: Es geht nur um das Materielle, um das Greifbare. Ludwig Büchner behauptet, dass alle Erscheinungen auf "Kraft und Stoff" beruhen.
• Marxismus: Der atheistische Marxismus wird als Ersatzreligion der Arbeiter bewegung propagiert.
• Darwinismus: Als konsequente Folge der Aufklärung entwickelt Darwin die Lehre der Abstammung der Arten. Der Kampf ums Dasein führt zur Selektion (Auslese) der starken Lebewesen. Loslösung von Gott als Schöpfer.
• Nihilismus: Nietzsche - Der "Un-Sinn des Lebens"
• Konsequente Weiterführung dieser Gedanken sind in der Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Mythologisierung der Bibel (D.F. Strauß) zu finden.
• weiter: Materialismus, Humanismus, Existentialismus, Modernismus, Spiritis mus, Rationalismus
4. Gott stellt sich uns vor
A. Gott stellt sich im AT vor als
a. El (Gott)-
der Allmächtige
der Allsehende
der Lebendige
der Höchste
b. Jahwe - der, welcher ist und sein wird, der da war, der alte und immer noch derselbe Gott
(nicht: Jehova, falsche Leseart)
c. Vater
B. Gott stellt sich als der DREI - EINIGE Gott vor
(Beispiel: Wasser, Eis, Dampf - alles Wasser, jedoch in verschiedenen Formen)
Gott - der Vater /
Gott - der Sohn /
Gott - der Heilige Geist
==> 1. Mose 26,27; Jes. 6,8; Matth. 28,19; 1. Joh. 1,3
C. Gottes Wesen
a. Gott ist Geist Joh. 4,24
b. Gott ist Liebe 1. Joh. 4,16
c. Gott ist Licht 1. Joh. 1,5
5. Wie Gott ist und wie wir ihn kennenlernen können....
- Gott ist ewig, ohne Anfang und Ende
- Gott ist allmächtig
- Gott ist allgegenwärtig
- Gott ist allwissend
- Gott ist absolut weise
- Gott hängt von nichts und niemandem ab
- Gott ist gnädig und barmherzig
- Gott ist gütig und freundlich
- Gott ist geduldig und langmütig
- Gott ist wahrhaftig und treu
- Gott ist absolut gerecht
- Gott ist rein und heilig
Gott möchte mit uns Menschen persönliche Gemeinschaft haben. Wir dürfen ihn, wenn wir es wollen, persönlich kennenlernen.
Allerdings gibt es dabei ein Problem....
II. Das Problem Sünde
1. Gottes Absicht mit dem Menschen
a. Gott schuf den Menschen als seinen Partner
b. Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde -
Wir tragen Gottes Wesenszüge
c. Unterschied zu den Tieren :
1. Der Mensch ist liebesfähig
2. das setzt voraus, daß der Mensch frei entscheidungsfähig ist
d. Gottes Absicht war Gemeinschaft und Verbindung mit dem Menschen.
Gott kann nur Gemeinschaft mit Menschen haben, die rein sind
e. Der Mensch sollte Gottes wunderbare Schöpfung verwalten und pflegen.
Doch der Mensch entschied sich anders.
2. Sünde trennt uns von Gott
Der erste Sündenfall: 1. Mose 3,1-7;
Schematisch bezeichnend für die weitere Entwicklung des Menschen.
Was ist Sünde?
Gott gibt uns Regeln für unser Zusammenleben, nicht um uns zu maßregeln, sondern um uns zu schützen und zu helfen.
(Beispiel: Die Verkehrsregel
"Fahre nicht bei ROT über die Kreuzung"
schränkt zwar unsere Freiheit ein, ist aber positiv nämlich zum Schutz für uns, nicht um uns zu ärgern.)
Sünde ist
- bewusstes oder unbewusstes Verletzen der Regeln Gottes
- Verfehlung gegen Gott
- ablehnende Haltung gegen Gott
- Verfehlung gegen andere Menschen (z.B. Lüge, Betrug, etc.)
Grundproblem:
Der Mensch möchte mehr sein, als er ist und sein kann (Stolz)
außerdem:
Unglaube - Römer 14,23
Verachten anderer - Sprüche 14,21
Die Bibel bezeichnet Sünde so:
Fehltritt
Abirrung vom Wege
Rebellion
aus Schwachheit Fehler machen
Gemeinheit
Schuld, sich schuldig machen
Bosheit, Gemeinheit
Übertreibung
Gottlosigkeit
Treuebruch
Verdeckung, Betrügereien
Ergebnis:
Sünde trennt uns von Gott, schon kleine Sünden
Beispiel:
Strom ist in einem Kabel nicht erst beim Fehlen von einem Meter Kabel unterbrochen.
Ursachen und Ablauf:
Gottes Reden und seine Regeln
Idee und Versuchung:
etwas anderes könnte besser für mich sein.
Ich will mehr sein als ich bin und sein kann (Stolz)
Entscheidung:
ich will Ausführung der Sünde,
Trennung von Gott,
Verstecken vor Gott,
schlechtes Gewissen
3. Sind alle Menschen Sünder ?
Römer 3,23 - kein Unterschied, alle sind Sünder
1. Joh. 1,8 - wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, betrügen wir uns selber
Jes. 53,6 - alle gingen in die Irre
1. Kön, 8,46 - es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt
Ps. 53,5 - da ist keiner der Gutes tut, auch nicht Joh. 15,22 - für Sünde gibt es keine Ausrede (Vorwand)
4. Die katastrophalen Konsequenzen der Sünde
Sünde trennt uns von Gott (Römer 3,23)
Sünde trennt uns von unseren Mitmenschen
Sünde belastet unsere Beziehungen zu Mitmenschen
Sünde verbindet uns mit dem Satan !
Sünde kann uns unter Zwänge bringen
Sünde wirkt Spannungen und Differenzen
Sünde ruft psychische, psycho-somatische und andere Störungen in uns hervor
Sünde bewirkt Unfreiheiten in uns
Sünde bringt uns (bewußt oder unbewußt) unter Verdammnis
Sünde läßt uns nach unserem Tode in der ewigen Verdammnis (Hölle, Trennung von Gott) enden
III. Errettung - Gottes Ausweg für Dich
1. Das Dilemma
Wir sind von Gott durch die Sünde getrennt
Wir sind somit zwangsläufig Feinde Gottes (Rö. 5,10)
Es gibt keine Möglichkeit, mit menschlichen Mitteln zu Gott zu kommen
AT: Versuch zur Bedeckung der Sünden durch Opferungen
2. Der Ausweg - Jesus als Geschenk Gottes
Gott sendet Jesus als Geschenk, Brückenbauer, Opfer, Freund auf die Welt. (Joh. 3,16)
Er wird stellvertretend zum Opfer. Er nimmt die Stelle ein, die im AT von Tieren wahrgenommen wurde:
Wirkung:
nicht nur Bedeckung sondern Auslöschung der Sünde.
Gottes Gerechtigkeit wird in Jesu Kreuzestod tellvertretend für alle Menschen zu jedem Zeitpunkt
(Gott ist ewig und kennt kein Zeitverständnis) erfüllt.
Jesus ist der einzige Weg und Ausweg aus dem Dilemma (Joh.14,6)
3. Grund für das Geschenk Gottes:
Gnade
Epheser 2,8-9: Die Errettung ist Gottes unverdientes, freies Geschenk.
Es besteht von unserer Seite kein Anspruch darauf.
Beispiel für Gnade:
Jemand ist zum Tode verurteilt und wird als Geschenk freigelassen und kann sein Leben voll und frei führen.
4. Wie Errettung persönlich werden kann - Jesus als Herrn annehmen
Grundsätzlich ist Errettung für alle Menschen geschehen, wirksam wird sie je doch nur durch persönliche Annahme. einsehen:
Ich bin von Gott getrennt, ich bin ein Sünder, ich lebe ohne Gott - Sündenerkenntnis.
erkennen: Ich kann mir selber nicht helfen, es gibt keinen anderen Ausweg,ich brauche Hilfe von außen - Demut.
glauben: Es gibt einen Gott, er ist der Schöpfer, Jesus ist Herr.
annehmen: Ich nehme Jesus in mein Leben auf, entscheide mich für ihn, und unterstelle mich seiner Herrschaft - Bekehrung
bekennen: Ich bekenne mich schuldig und bereue meine Fehler und Sünden, Einsicht, Kehrtwendung der eigenen Haltung Buße zu Gott und Glauben (Apg. 20,20-21) - Buße.
Buße bedeutet nicht büßen und bezahlen im Sinne eines Bußgeldes (Jesus bezahlte - Jes. 53, 4-6),
sondern:
a. Erkenntnis der Sünde vor Gott
b. Reue und Bitte um Vergebung
c. Sinnesänderung
erfahren: Ich erfahre die Freude und Gewißheit der Errettung und beginne,in einem neuen Leben mit Jesus zu leben.
5. Sündenbekenntnis befreit:
Es ist sehr hilfreich, erkannte Sünden (Punkt 4.e.) nicht nur pauschal zu bekennen, sondern einzelne Bereiche konkret anzusprechen und Sünden unter konkreter Nennung zu bekennen.
6. Wiedergutmachung
Luk. 19,8-9 / Beispiel des Zachäus:
Wiedergutmachung ist die Wiedererstattung von materiellen Dingen, die wir jemandem unrechtmäßig entwendet (z.B. Diebstahl, "Mitgehenlassen" von Werkzeugen oder Waren, etc., bzw. unrechtmäßig erworben haben (z.B. Betrug, falsche Angaben bei Steuererklärungen, Bafög, Wohngeld, etc.)
Weist Gott uns darauf hin und wir reagieren aus Scham oder Menschenfurcht nicht, wird es zu einem Hindernis für unser weiteres geistliches Wachstum !
Wichtig: Wir erlangen nicht Vergebung, weil wir wiedergutgemacht haben, sondern wir können wiedergutmachen, weil uns alles vergeben ist und Gott uns dazu befähigt.
aus: Ausgewählte Predigten von
Pastor Jason Stover
Gepredigt am 16. November 1997 in der CG Itzehoe

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